Fazit der Reise an’s Nordkap


Der Weg ist das Ziel und man sollte viel mehr Zeit haben. Das ist die Kurzzusammenfassung dieser Reise.

Für knapp 8.000 Kilometer, nur drei Wochen lässt nicht viel Platz für Pausetage oder Besichtigungen die es an der Strecke zuhauf gibt. Das Ziel war das Nordkap zu erreichen, und an der Westküste entlang dann wieder heimzufahren. Im nachhinein betrachtet war meine Entscheidung die Lofoten auszulassen richtig, nur hindurch zu hetzen hat diese schöne Landschaft nicht verdient. Das gehe ich lieber nächstes Jahr ohne Nordkap nochmal an und dann über Schweden zurück.

Und das Nordkap selbst: es ist schon beeindruckend am Nördlichsten (zumindest Touristisch erschlossenen) Punkt von Europa zu stehen und Richtung Nordpol zu schauen. Vor allem wenn man so mit dem Wetter Glück hat und so wenig los ist wie an den Tagen, an denen ich dort war. Aber nochmal würde ich vermutlich nicht hinfahren, einmal reicht mir. Es ist doch eine ziemlich lange Strecke bis dort hoch, und in Finnland bis auf die Rentiere auf der Straße sehr eintönig.

Insgesamt hat mir die Reise aber sehr gefallen, auch wenn das Wetter nicht immer so toll war, aber das muß man nehmen wie es kommt .

Zitat: Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch…. (Karl Valentin)!

Ich habe viele nette Menschen unterwegs getroffen und mich mit ihnen unterhalten. Das ist was, was für mich das Reisen ausmacht, nämlich andere Menschen und Meinungen kennen zu lernen.

Und die Frage die mir immer gestellt wird: “Ist das nicht langweilig alleine zu fahren?” kann ich klar verneinen. Zum einen bin ich gerne alleine unterwegs, das macht Entscheidungen einfacher, und zum anderen, falls es sich unterwegs ergibt und es passt, dann kann man ja zusammen ein Stück weiterfahren.

Und zum Unterhalten findet man eigentlich immer jemand: andere Reisende, Campingplatzbesitzer, wobei die meisten Campingplätze im Besitz von Frauen waren, Hüttennachbarn, ….. :-).

Nach der Reise ist vor der Reise: wenn alles klappt stehen das nächste Jahr die Lofoten und anschließend auf den Spuren von Pippi Langstrumpf auf dem Programm :-).

Danke an der Stelle an Stefan für die Reisebegleitung, die tollen Gespräche und die schöne
Postkarte 🙂 !